Betrug und Compliance

Deshalb schummeln Schweizer Angestellte bei der Spesenabrechnung

SAP Concur Deutschland |

Luxushotels bis hin zu teuren Restaurantbesuchen auf Kosten der eigenen Universität. Es ist nicht lange her, da geriet ein Schweizer Rechtsprofessor wegen massiven Spesenbetrugs in Erklärungsnot. Aktuelle Studienergebnisse der SAP-Concur-Organisation zeigen: Die überhöhte Abrechnung von Spesen findet nicht immer im großen Stil über Summen im sechsstelligen Bereich statt, sondern beginnt oft bereits im Kleinen. Ein erstaunlich großer Teil (12 %) der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schweizer Unternehmen ist der Meinung, dass es bei einem Betrag von bis zu 100 CHF akzeptabel ist, eine wissentlich falsche Abrechnung einzureichen. Vor diesem Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass Schweizer Unternehmen mit einer Größe von 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jährlich rund 14.162 CHF durch Spesenbetrug verlieren. Gerade in der aktuell sehr dynamischen und schwer planbaren Markt- und Wettbewerbssituation, fällt dieser Verlust besonders schwer ins Gewicht. Kein Unternehmen kann es sich leisten, ineffizient zu haushalten oder verschwenderisch zu sein. Hinzu kommt der anhaltende Druck von Regulierungsbehörden und Investoren, die (präventive) Schutzmaßnahmen erwarten.

Verdeckte Kosten von Spesenbetrug und Compliance-Verstößen

Dieser Report bietet Ihnen forschungsbasierte Einblicke in die Einstellung zu Spesenbetrug, die damit verbundenen Risiken und die vielen Herausforderungen, denen sich Reise- und Finanzmanager gegenübersehen.

Zum Report

 

Von Rundungsspielraum bis zur Abrechnung privater Ausgaben

Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Spesenabrechnung falsche Angaben machen, legen sie große Kreativität an den Tag: Viele Befragte haben schon einmal Kilometerkosten (38 %) oder die berufliche Telefonrechnung (31 %) aufgerundet. Ebenfalls ein oft genutzter Weg, um Spesenzahlungen aufzubessern, ist das Einreichen von privaten Restaurantrechnungen (33 %) oder Kosten für Büroausstattung (29 %). Nicht minder beliebt ist etwa der Griff in die Minibar: So rechnen 32 % der Befragten in der Schweiz alkoholische Getränke ab, die nicht durch das Spesenreglement ihres Unternehmens abgedeckt sind. Beweggrund für das betrügerische Verhalten ist laut Studienergebnissen der eigene Sinn für Gerechtigkeit: Es wird als Ausgleich für unbezahlte Überstunden (18 %), zusätzliche Kosten im Homeoffice (18 %) oder Zeit auf Geschäftsreisen (19 %) angesehen. So sagen auch nur 35 % der Befragten, dass das Reisekostenreglement ihres Unternehmens gut angepasst und fair ist.

 

Kleine Beschönigungen, große Tragweite

Solange Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unberechtigt in die eigene Tasche wirtschaften, fällt für Unternehmen nicht nur enormer Mehraufwand für die Bearbeitung von Betrugsfällen an, auch der finanzielle Schaden summiert sich. Immerhin können auch kleine Beschönigungen in der Spesenabrechnung in der Masse zu großen Beträgen führen.

 

Gegensteuern ja, aber wie?

Die große Bandbreite betrügerischen Verhaltens macht es besonders aufwändig, falsche Spesenabrechnungen zu identifizieren. Vor allem, wenn Unternehmen bei der Bearbeitung nach wie vor auf Stift und Papier setzen. Kein Einzelfall bei Schweizer Unternehmen – 31 % sagen, dass ihr Ausgabenmanagement nicht digitalisiert ist und 25 %, dass ihnen die Daten fehlen, um Spesenbetrug aufzudecken. Obwohl Reise- und Finanzentscheider das große Potenzial von künstlicher Intelligenz erkennen, setzen diese bisher nur 17 % der Schweizer Unternehmen zur internen Betrugserkennung ein. Der Kern des Problems hat aber noch eine zweite Komponente: Nur (24 %) der Befragten wissen, was als Spesenbetrug zu bewerten ist. Abhilfe schafft die Aus- und Weiterbildung rund um Spesenreglements – für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie für Reise- und Finanzentscheider.

Wird eine klare Ausgabenrichtlinie um Schulungen sowie automatisierte, intelligente Lösungen für das Ausgabenmanagement ergänzt, können Betrugsmuster schneller erkannt werden. Dabei geht es nicht darum, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Generalverdacht zu stellen. Vielmehr sollen schwarze Schafe rechtzeitig entdeckt werden, damit nicht die ganze Belegschaft unter dem Fehlverhalten einzelner Personen leidet. Bei der Bekämpfung betrügerischen Verhaltens gilt es, eine positive Unternehmenskultur auf Basis von Vertrauen und Gleichbehandlung zu schaffen, in der Bedenken gehört werden und sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt fühlen. Ein wichtiger Schritt hierfür ist der Einsatz von KI-basierten Lösungen für das Ausgaben- und Risikomanagement wie Concur Detect by Oversight

 

Über die Studie

Für die vorliegende SAP-Concur-Studie hat das Marktforschungsinstitut Opinium Research 2.500 Personen aus Benelux, Deutschland, Frankreich, Italien, den Nordics, Österreich, der Schweiz, Spanien und dem Vereinigten Königreich befragt, die Finanz- oder Reiseentscheidungen treffen oder vor der COVID-19-Pandemie regemäßig für geschäftliche Zwecke gereist sind, darunter 150 Finanzentscheider, 150 Reiseentscheider und 900 Geschäftsreisende in der DACH-Region. Die Stichprobe entspricht nach Alter und Geschlecht jeweils der repräsentativen Verteilung in der Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im August und September 2021 statt.

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