Fürsorgepflicht bei Geschäftsreisen
Duty of Care: 10 Tipps für Ihr Sorgfaltspflicht-Programm 2026
Mitarbeitende sind das wertvollste Gut eines Unternehmens – sie zu schützen ist eine moralische und rechtliche Verpflichtung. Doch die Einhaltung der Sorgfaltspflicht (Duty of Care) ist 2026 komplexer denn je. Ob im Büro, im Homeoffice oder auf weltweiten Reisen: Unternehmen müssen im Notfall jederzeit rechtzeitig Hilfe leisten können.
In Ergänzung zu unserem strategischen Guide zur Fürsorgepflicht finden Sie hier 10 operative Tipps, um Ihr Programm rechtssicher aufzustellen.
Der 10-Punkte-Check für ein zuverlässiges Risikomanagement
1. Interdisziplinäres Krisenteam bilden
Sorgfaltspflicht ist Teamarbeit. Vernetzen Sie Travel Management, Security, HR und IT, um ein einheitliches Protokoll für Krisenfälle zu etablieren. Nur durch abteilungsübergreifende Zusammenarbeit lassen sich Informationslücken im Ernstfall vermeiden.
2. Weltweiten 24/7-Support sicherstellen
Arbeiten Sie mit Partnern zusammen, die einen weltweiten Support rund um die Uhr garantieren. In einer globalisierten Arbeitswelt darf die Hilfe für Ihre Mitarbeitenden nicht am Feierabend oder an Zeitzonengrenzen enden.
3. Notfall-Verfahren digitalisieren
Hinterlegen Sie klare Kontaktwege und Notfallnummern direkt in den digitalen Reiseprofilen Ihrer Belegschaft. Eine „Ein-Anruf-für-Alles“-Lösung minimiert im Ernstfall wertvolle Zeitverluste und verhindert Panik bei den Betroffenen.
4. Moderne Sicherheitsrichtlinien etablieren
Weiten Sie Ihre Reiserichtlinien auf moderne Mobilitätsdienste (z. B. Uber, FreeNow) und hybride Arbeitsmodelle wie Workation oder Bleisure aus. Appellieren Sie dabei auch an die Eigenverantwortung und Sensibilisierung Ihrer Beschäftigten.
5. Dynamische Risikobewertung nutzen
Nutzen Sie KI-gestützte Tools, um Reiseziele tagesaktuell in Risikostufen einzustufen. Erlauben Sie Reisen in Hochrisikogebiete nur bei absoluter geschäftlicher Relevanz und stellen Sie sicher, dass die aktuellsten Warnmeldungen jederzeit abrufbar sind.
6. Echtzeit-Tracking implementieren
Wissen Sie jederzeit, wo sich Ihr Team im Ernstfall aufhält. Lösungen wie Concur TripLink machen auch Buchungen außerhalb der Standardkanäle (Invisible Spend) sichtbar und schließen so kritische Sicherheitslücken in Ihrem Reporting.
7. Zwei-Wege-Kommunikation via TripIt
Setzen Sie auf mobile Systeme für Push-Nachrichten. So können Sie proaktiv Warnungen senden, während Mitarbeitende per „Check-in“-Button auf ihrem Smartphone sofort ihren Sicherheitsstatus an die Zentrale bestätigen können.
8. Globale medizinische Assistenz einbinden
Integrieren Sie spezialisierte Experten wie International SOS oder Healix International über das SAP Concur App Center. So garantieren Sie Ihrem Team Zugriff auf medizinische Nothilfe und Evakuierungsdienste rund um die Uhr – weltweit.
9. Eine Kultur der Sorgfalt fördern
Schulen Sie Ihr Team regelmäßig zu Sicherheitsaspekten. Wissen über Cyber-Sicherheit auf Reisen, den Umgang mit lokalen Gegebenheiten und das korrekte Verhalten im Notfall ist die effektivste Form der Prävention.
10. Klare Krisenkommunikation vorbereiten
Entwickeln Sie Kommunikationsvorlagen für verschiedene Notfall-Szenarien. Eine gute Ansprache im Krisenfall muss präzise, informativ und handlungsorientiert sein, ohne dabei unnötige Alarmstimmung oder Panik auszulösen.
Fazit: Sorgfaltspflicht als Basis für Business Continuity
Ein resilientes Sorgfaltspflicht-Programm ist 2026 das Fundament für Vertrauen und Mitarbeiterbindung. Wenn Technik und Fürsorge Hand in Hand gehen, schaffen Sie ein Umfeld, in dem Ihr Team sicher agieren kann.
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