Fürsorgepflicht bei Geschäftsreisen

KI-Betrug & Cyber-Hacks: Die neue Front im T&E-Management

SAP Concur |

Die Bedrohungslage für Unternehmen hat sich digitalisiert. Während die physische Fürsorgepflicht die Basis bildet, stehen Finanz- und IT-Verantwortliche 2026 vor einer neuen Herausforderung: KI-generierter Spesenbetrug und gezielte Cyberangriffe auf Reisedaten. Diese technologische Abwehr ergänzt die klassischen Risikomanagement-Strategien für Reisemanager, die weiterhin das unverzichtbare Fundament bilden. Laut aktuellen Sicherheitsreports stiegen Cyberangriffe durch gestohlene Anmeldedaten zuletzt um 71 %. Klassische Kontrollmechanismen stoßen hier an ihre Grenzen.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wie Betrüger KI nutzen, um täuschend echte Belege zu fälschen.
  • Warum VPN-Protokolle und „Burner-Phones“ in die Reiserichtlinie gehören.
  • Wie vernetzte Zahlungen als digitaler Schutzschild fungieren.

KI-Spesenbetrug: Das neue Risiko für Unternehmen

Früher basierte Spesenbetrug auf menschlicher Kreativität – heute auf Algorithmen. KI-Tools erstellen mittlerweile personalisierte, authentisch wirkende Belege, die manuellen Prüfprozessen kaum noch auffallen. 43 % der CFOs stufen dieses Risiko als kritisch ein.

  • KI-Forensik nutzen: Der einzige Weg, KI-Betrug zu stoppen, ist der Einsatz von KI auf der Prüfseite. KI-gestützte Audits gleichen Belegdaten in Millisekunden mit echten Banktransaktionen ab und erkennen Anomalien, die für das menschliche Auge unsichtbar bleiben.

Cyber-Resilienz: Datenschutz jenseits der Firewall

48 % der Geschäftsreisenden sorgen sich zunehmend um den Diebstahl ihrer Daten. Mobile Endgeräte sind unterwegs das Hauptziel für Hacker, um Zugriff auf das Firmennetzwerk zu erhalten.

  • Technische Protokolle für 2026:
    • VPN-Pflicht: Die Nutzung öffentlicher WLANs ohne verschlüsselten Tunnel (Virtual Private Network) muss untersagt sein.
    • Burner-Phones: In Hochrisikogebieten empfiehlt der Leitfaden von International SOS den Einsatz von Leihgeräten, um den Zugriff auf sensible Kerndaten zu verhindern.
    • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Die wichtigste Hürde gegen den Missbrauch von Treuepunkt-Konten und Logins.

Vernetzte Zahlungen als digitaler Schutzschild

Risiko entsteht oft dort, wo Datenlücken zwischen Systemen klaffen. Bargeldzahlungen und private Kreditkarten sind in der Revisionsprüfung häufig „Blind Spots“, da sie weder Transparenz noch eine sofortige Kontrolle ermöglichen. Durch die direkte Integration von Firmenkreditkarten in das Abrechnungssystem – wie im Leitfaden am Beispiel der Partnerschaft mit Mastercard beschrieben – entsteht ein geschlossener Kreislauf. Ausgaben werden in Echtzeit erfasst, Limits können direkt durchgesetzt und verdächtige Transaktionen sofort gemeldet werden. Virtuelle Karten bieten hier zusätzlichen Schutz, da sie für jede Reise individuell limitiert und befristet werden können.

Misinformation: Vertrauen in Daten sichern

Im Zeitalter von Deepfakes können gezielte Falschinformationen (Disinformation) über Sicherheitslagen Reisende abschrecken oder gefährden. Besonders die generationsbedingte Wahrnehmung von digitalen Inhalten variiert stark.

  • Verifizierte Quellen: Arbeiten Sie mit Experten zusammen, um sicherzustellen, dass die an Mitarbeitende weitergegebenen Risikodaten objektiv und verifiziert sind. Dies verhindert Fehlentscheidungen auf Basis von Social-Media-Gerüchten.

Fazit: Technologische Agilität statt starrer Regeln

Ein krisenfestes T&E-Management verabschiedet sich vom „Ein-für-alle-Mal“-Prinzip. Wer seine Richtlinien nicht dynamisch an die technologische Entwicklung anpasst, verliert Zeit und Geld. Die Integration von KI-Audits und sicheren Zahlungskreisläufen ist heute eine Kernaufgabe der modernen IT-Governance.

„Risikoresiliente Unternehmen betrachten Richtlinien nicht als statisches Regelwerk, sondern als flexibles System, das sich mit der Art und Weise entwickelt, wie Menschen arbeiten und Geld ausgeben.“ — Christopher Juneau, Senior Vice President, SAP Concur

Jetzt den technologischen Leitfaden herunterladen

Dieser Deep-Dive basiert auf den gemeinsamen Untersuchungen von SAP Concur, Mastercard und International SOS.

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FAQ: Häufige Fragen zur T&E-Sicherheit

Wie hilft KI konkret bei der Betrugserkennung?

KI prüft 100 % aller Abrechnungen in Echtzeit. Sie erkennt „Duplicate Invoices“, fingierte Händler und Abweichungen zwischen Belegdaten und Kartentransaktionen. Erfahren Sie hier mehr über intelligente Rechnungsprüfung mit SAP Concur.

Warum sind Digital Natives anders betroffen?

Sie erkennen Deepfakes oft schneller, nutzen aber häufiger inoffizielle Apps für Buchungen, was Datensilos schafft. Ältere Generationen benötigen oft mehr Schulung bei gezielten Cyber-Phishing-Versuchen. Details dazu finden Sie im vollständigen Risikomanagement-Leitfaden.

Was sind virtuelle Karten im T&E-Kontext?

Digital generierte Kreditkartennummern für spezifische Transaktionen. Sie bieten maximale Sicherheit, da sie nach der Nutzung oder nach Ablauf einer Frist sofort ungültig werden. Hier finden Sie zum Beispiel mehr Infos zur Integration von Mastercard Firmenkarten.

Welche KI-Features bietet SAP Concur für die Belegprüfung?

SAP Concur nutzt eine branchenführende KI für die automatisierte Spesenabrechnung. Sie bietet intelligente Audit-Automatisierung, Echtzeit-Abgleich mit Kartendaten und proaktive Compliance-Warnungen direkt auf dem Smartphone der Reisenden.

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