Studie: Bleisure – Der Arbeitgeber reist mit

Frankfurt am Main, 29. November 2018 – Arbeit und Privatleben clever kombinieren? Nicht nur Young Professionals wünschen sich zunehmend mehr Freiraum bei der Gestaltung ihres (Arbeits-)Alltags. Diese Flexibilität wird auch beim Thema Reisen erwartet: „Bleisure“ beschreibt den wachsenden Trend, Beruf und Freizeit zu kombinieren und so das Maximum aus einer Geschäftsreise herauszuholen – und wird von Arbeitnehmern zunehmend erwartet. In Zeiten des Fachkräftemangels können flexible Modelle zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden, um Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Doch bei einem Bleisure-Trip fragen sich Reisende und Unternehmen schnell, wer für zusätzliche Reise- und Hotelkosten aufkommt, und wer während der anschließenden Urlaubstage für die Sicherheit des Reisenden garantiert. Eine repräsentative Studie der Global Business Travel Association (GBTA) in Partnerschaft mit SAP Concur unter 1.552 europäischen Geschäftsreisenden zeigt: Viele Befragte sehen ihren Arbeitgeber in der Pflicht.

 

Wer ist auf dem Bleisure-Trip für den Reisenden verantwortlich?

Jeder zweite deutsche Geschäftsreisende war im vergangenen Jahr als Bleisure-Traveler unterwegs. Dabei zeigte sich jedoch, dass der Arbeitgeber sie auch auf dem privaten Teil ihrer Reise begleitete: 29 Prozent der deutschen Geschäftsreisenden hatten auf ihrem Bleisure-Trip Schwierigkeiten, die ein Ansprechpartner im Unternehmen lösen musste. Es besteht deutliche Unklarheit bei der Frage, wo Geschäftsreisende die Zuständigkeit für ihre privat genutzten Tage sehen. Mehr als ein Drittel geht davon aus, dass eine Reiseversicherung auch während dem privaten Anteil der Reise vom Arbeitgeber abgedeckt wird und auch beim Thema Sicherheit sehen fast ein Drittel der deutschen Geschäftsreisenden (30 Prozent) den Arbeitgeber in der Pflicht. Die direkte Unterstützung vor Ort – zum Beispiel im Falle eines medizinischen Notfalls – ist ebenfalls für 28 Prozent Chefsache.

Bei zusätzlichen Flugkosten durch die Verlängerung des Businesstrips sind 36 Prozent der Meinung, dass diese vom Unternehmen getragen werden sollten. Zusätzliche Übernachtungskosten sehen immerhin 28 Prozent beim Chef. 19 Prozent der Befragten gehen sogar davon aus, dass Verpflegung und Unterhaltung vom Unternehmen zu tragen sind. Hier sind deutsche Arbeitnehmer im Vergleich zum europäischen Durchschnitt etwas bescheidener. Europaweit denken sogar 24 Prozent, dass Kost und Vergnügen während der Urlaubsverlängerung mit der Geschäftsreise abgerechnet werden dürfen.

Junge Talente haben europaweit nicht nur ein besonders großes Interesse an flexiblen Reiselösungen, wie einem Bleisure-Trip. Sie verlangen tendenziell deutlich mehr Entgegenkommen vom Arbeitgeber: bei Flug- und Hotelkosten sowie bei Verpflegung und Entertainment.

„Die Studienergebnisse zeigen, dass Reisende ihren Arbeitgeber selbst bei privat verlängerten Geschäftsreisen in die Pflicht nehmen“, kommentiert Götz Reinhardt, Managing Director MEE bei SAP Concur. „Generell kann ein Unternehmen mit flexibler Reiserichtlinie, die auch Spesen für privat verlängerte Geschäftsreisen umfasst, sicher besonders punkten. Unternehmen sollten aber unbedingt für Klarheit sorgen, unter welchen Bedingungen ein Bleisure-Trip in Frage kommt und wer welche Kosten und Verantwortlichkeiten übernimmt. Ist der Arbeitgeber in der Pflicht, können integrierte Lösungen für das Geschäftsreisemanagement Transparenz und Kostenkontrolle sicherstellen und wichtige Unterstützung bei der Erfüllung der Fürsorgepflicht leisten.“

 

Methodik
Online-Umfrage unter 1.252 europäischen Geschäftsreisenden in Deutschland (152), Frankreich (151), Großbritannien (152), den nordischen Ländern (513), Belgien (155) und den Niederlanden (129). Die Umfrage wurde zwischen dem 21. September und dem 16. Oktober 2018 unter Teilnehmern durchgeführt, die (1) Vollzeit oder Teilzeit beschäftigt waren und (2) im vergangenen Jahr häufiger als einmal geschäftlich unterwegs waren.

Weitere Informationen
Hier können Sie sich eine Infografik mit den wichtigsten Ergebnissen der Studie herunterladen. Eine Zusammenfassung der wichtigste Ergebnisse des Berichtes „How Technology Impacts Traveller Behaviour and Safety“ steht hier exklusiv für GBTA-Mitglieder zur Verfügung.

About the Global Business Travel Association

The Global Business Travel Association (GBTA) is the world’s premier business travel and meetings trade organization headquartered in the Washington, D.C. area with operations on six continents. GBTA’s 9,000-plus members manage more than $345 billion of global business travel and meetings expenditures annually. GBTA delivers world-class education, events, research, advocacy and media to a growing global network of more than 28,000 travel professionals and 125,000 active contacts. To learn how business travel drives lasting business growth, visit gbta.org.

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