Mit Sicherheit auf Reisen

Entführung, Erpressung, Naturkatastrophen – aber auch kleinere medizinische Notfälle. Die Liste der Gefahren, denen Geschäftsreisende und Expatriates ausgesetzt sind, ist lang. Damit stehen die Verantwortlichen für Geschäftsreisen in Unternehmen vor neuen sicherheitsrelevanten Herausforderungen.

Wer viel im Ausland unterwegs ist, braucht besonderen Schutz. Die gesetzliche Fürsorgepflicht schreibt Unternehmen sogar vor, für ihre Mitarbeiter ein vorsorgendes und begleitendes Risikomanagement zu betreiben. Also Arbeitsbedingungen zu schaffen, in denen die Arbeitnehmer vor Gefahren für Leib, Leben und Gesundheit geschützt sind – auch auf Reisen. Viele Unternehmen sind jedoch nicht ausreichend über ihre Pflichten informiert. Die Studie „Chefsache Business Travel“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV) hat herausgefunden, dass jedes zweite Unternehmen die arbeitsrechtliche Sorgfaltspflicht missachtet. Dabei geht es nicht nur um die Lokalisierung und Evakuierung von Mitarbeitern – es geht vor allem um Prävention. Das ist ein sehr weites Feld, das von umfassenden Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen über Versicherungsschutz bis hin zu Reisesicherheitsrichtlinien und Sicherheitslagebewertungen reicht. Wer sich zum Beispiel in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá oder in Sanaa im Jemen mit dem Taxi zu einer Bank fahren lässt und den Fahrer bittet, zu warten, der ist mehr als leichtsinnig. Solche Fehler lassen sich mit Schulungen oft vermeiden. Auch Tools wie ein automatisierter Alertservice und Traveler Tracking können bei der Einhaltung der Fürsorgepflicht hilfreich sein. Allein zu wissen, wo sich aktuelle Reisende aufhalten, ist im Notfall goldwert. Überpüfen Sie sich doch einmal selbst:

-  Können Sie schnell herausfinden, wo Ihre Reisenden gerade sind?

-  Können Sie mit ihnen kommunizieren? Haben Sie von allen die Handynummer?

-   Können Sie die Handynummern und den Aufenhaltsort schnell an Ihren Assistance-Partner weitergeben?

Wenn Sie mindestens eine der Fragen mit „Nein“ beantwortet haben, sollten Sie Ihr Risikomanagement überdenken. Warum nicht gleich damit anfangen? Eine Einführung gibt Sicherheitsexperte Sven Leidel am 6. Mai bei unserem Kundentag, der nicht nur für Kunden spannende Themen und Networking bereithält.

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