Millenials auf Geschäftsreise = Mehrkosten?

Wer zwischen 1981 und 2000 geboren wurde, zählt zur Generation der Millenials und ist als Digital Native in einer digitalen Welt aufgewachsen. Von der Gesellschaft wird diese Gruppe unterschiedlich wahrgenommen: Die einen halten sie für illusionär und egozentrisch, andere für optimistisch, liberal und aufgeschlossen.

Viele unterstellen den Millenials eine anspruchsvollere Haltung und eine rücksichtslosere Durchsetzung eigener Interessen. Aber stimmt das? Wir haben uns diese Frage in Bezug auf ihr Buchungsverhalten gestellt. Kommt die neue Generation Unternehmen auf Geschäftsreise teurer zu stehen?

 

Flexibilität ja, Mehrkosten nein

Laut aktuellem YouGov-Report reisen Millenials anders als vorangegangene Generationen. Sie legen hohen Wert auf Flexibilität, Individualität und die Verfügbarkeit digitaler Buchungskanäle. Der Verdacht liegt nahe, dass sich vor allem die ersten beiden Punkte in höheren Reisekosten niederschlagen, aber dem ist nicht so.

Eine Analyse von Concur-Daten zu Ausgaben für Mahlzeiten, Unterhaltung und Übernachtungen von Millennials (Geschäftsreisende im Alter von 22 bis 35 Jahre), der Generation X (36 bis 49 Jahre) und den Babyboomern (50 bis 65 Jahre) weltweit zeigt:

  • 80 Prozent der Ausgaben für Geschäftsreisen entfallen auf die Gruppe der 36- bis 65-Jährigen. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass diese Gruppe die größere ist. Dennoch sprechen auch die absoluten Ausgaben auf Reisen für sich: Diese liegen pro Mitarbeiter in der Altersgruppe der 36- bis 65-Jährigen um 66 Prozent höher als die der Millennials (52 US-Dollar versus 44 US-Dollar).
  • Für Mahlzeiten und Unterhaltung geben Millenials im Schnitt 18 Prozent weniger aus. So entfallen auf einen Millenial im Durchschnitt 33 US-Dollar für eine Mahlzeit, während ältere Kollegen 39 US-Dollar Euro anlegen.
  • Millenials legen tendenziell mehr Wert auf Komfort: Lediglich bei den hotelbezogenen Ausgaben wie Zimmer, WLAN, Parkplatz oder Zimmerservice liegen die Kosten bei den Millennials um drei Prozent über denen der älteren Generationen.

 

Buchungsvorlieben ermöglichen – bei voller Kostenkontrolle

Interessant also, dass Millenials, die oft als egozentrisch gelten, gar nicht mehr Geld auf Geschäftsreisen ausgeben als ihre Vorgängergenerationen. Hier scheint sich für Unternehmen derzeit kein dringender Handlungsbedarf abzuzeichnen.

Ein Aspekt, den Unternehmen allerdings sehr wohl berücksichtigen sollten, ist der Wunsch nach mehr Flexibilität, den auch die Befragten unseres Business Traveler Reports geäußert haben: 63 Prozent wünschen sich mehr Flexibilität, Wahlmöglichkeiten und eine bessere User Experience von ihrem Buchungssystem und 64 Prozent möchten Apps und Portale nutzen, die sie von privaten Reisen gewohnt sind. Diesem Wunsch können Unternehmen mit Concur Mobile, TripIt und Concur TripLink nachkommen.

Concur Mobile ermöglicht die komplette Reisebuchung und -abrechnung auf dem Smartphone oder Tablet. Über Concur oder entsprechende Partner getätigte Buchungen fließen dabei automatisch ins System. Die Reisekostenabrechnung ist so quasi erledigt, bevor der technikaffine Millenial wieder an seinem Schreibtisch sitzt. Die App TripIt sorgt für eine übersichtliche Darstellung aller Reiseschritte und Buchungsdetails auf dem Smartphone, während die Concur-Plattform TripLink die Zusammenführung aller Buchungen ermöglicht, die Geschäftsreisende außerhalb der unternehmenseigenen Buchungskanäle direkt bei verschiedenen Anbietern getätigt haben.

So können Unternehmen ihren Reisenden die gewünschte Flexibilität erlauben – ohne Einbußen hinsichtlich Kostenkontrolle und Transparenz hinnehmen zu müssen.

Wir sind gespannt, wie die nächste Generation – die der iBrains – reisen wird.    

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