Business Traveller Report 2016: Geschäftsreisende wünschen sich mehr Flexibilität

Zwei Drittel der Geschäftsreisenden möchte Apps und Portale, die sie bereits aus dem privaten Umfeld kennen, auch auf Geschäftsreisen nutzen (64 Prozent). Ebenso viele fordern mehr Flexibilität, Wahlmöglichkeiten und eine optimierte User Experience von ihrem Buchungssystem (63 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Business Traveller Report von Concur, dem führenden Anbieter von integrierten Lösungen für das Geschäftsreisemanagement und Teil von SAP (NYSE: SAP). Im Auftrag des Unternehmens hat die Unternehmensberatung Strateco nachgefragt, welche Ansprüche Geschäftsreisende 4.0 haben. Der Business Traveller Report geht zudem darauf ein, welche Herausforderungen dies für Unternehmen darstellt.*

Reiserichtlinien und was sie wert sind

88 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber über eine offizielle Reisekostenrichtlinie verfügt. Das ist im Vergleich zum letzten Business Traveller Report eine Steigerung um 8 Prozentpunkte. Die weniger gute Nachricht für Unternehmen: Beinahe jeder Fünfte hält sich noch immer nicht an deren Vorgaben (18 Prozent) – vor einem Jahr waren es noch 34 Prozent. Am ehesten verstoßen Geschäftsreisende heute gegen Kostenlimits (38 Prozent). An den vorgeschriebenen Buchungskanal hält sich etwa jeder Vierte nicht (23 Prozent) und jeder Fünfte ignoriert die vom Unternehmen bevorzugten Anbieter (19 Prozent). Interessant dabei: Besonders Personen aus der Geschäftsleitung, der Finanz- und der Rechtsabteilung sind geneigt, die Reiserichtlinien nicht immer einzuhalten. Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen ignorieren vor allem die Vorgaben zum Kostenlimit. 

Mobility: Geschäfts-Apps müssen besser eingebunden werden

Ein weiterer Bereich des Business Traveller Reports beschäftigt sich mit dem Trendthema Mobility. So nutzen zwei Drittel der Befragten auf Reisen ein vom Unternehmen zur Verfügung gestelltes Smartphone oder Tablet (68 Prozent). Der Anteil ist höher in Unternehmen, in denen es eine Reiserichtlinie gibt: Managed Travel wie im Lehrbuch, denn die App-Nutzung lässt sich auf Firmengeräten besser kontrollieren. Reisende nutzen laut Umfrage allerdings lieber private Geräte für geschäftliche Angelegenheiten: 85 Prozent der Nutzer eines persönlichen Devices sind zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Bei Geschäftsreisenden, die ein vom Arbeitgeber gestelltes Handy oder Tablet verwenden, sind es lediglich 66 Prozent.

Am häufigsten setzen die Interviewten Apps für die Reisebuchung (43 Prozent) sowie Transport-Apps ein, um beispielsweise Zug- oder Flugzeiten einzusehen (25 Prozent). Eine Herausforderung, der sich Unternehmen künftig vermehrt stellen müssen, um Prozesse zu verbessern und Fehler zu vermeiden: Oftmals sind Business-Apps noch nicht oder nur unzureichend in Unternehmensprozesse eingebunden. In mindestens 30 Prozent der Fälle kommt es zu Systembrüchen bei der Verwendung von Geschäftsanwendungen auf dem Firmenhandy, da kein Datenaustausch mit den unternehmensinternen Systemen stattfindet. Das Reise- und Reisekostenmanagement ist mit 33 Prozent der Bereich, in dem bislang die stärkste Integration festzustellen ist. Doch es gibt diesbezüglich weiterhin Nachholbedarf.

Götz Reinhardt, Managing Director DACH bei Concur, erläutert: „Der Geschäftsreisende 4.0 nutzt intelligente und digital vernetzte Systeme, ist ständig online und erhält auf seine Bedürfnisse abgestimmte Angebote. Unser Business Traveller Report zeigt klar auf, was sich Mitarbeiter von Unternehmen und IT wünschen. Viele sprechen sich für mehr Mobilität, Flexibilität und eine bessere User Experience aus. Sinnvolle und an Trends angepasste Richtlinien, moderne Buchungssysteme und digitalisierte Prozesse: Dies alles sind Bereiche, in denen Unternehmen nachbessern können und sollten, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu optimieren.“

Der Business Traveller Report 2016 steht ab sofort hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

 

* Umfrage unter 480 Geschäftsreisenden aus Unternehmen aller Größenordnungen. Durchgeführt an einem großen deutschen Flughafen im Juni 2016. 

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